Fliesenleger Fachbegriffe Lexikon & Glossar

Fliesen & Fliesenleger
Fachbegriffe & Fremdwörter

Dieses Glossar & Lexikon erklärt Fliesenleger-Fremdwörter klar und verständlich. Von Abdeckfolie bis Zement finden Handwerker und Kunden präzise Definitionen, die Planung und Ausführung leichter machen. Für einen schnellen Überblick über wichtige Begriffe im Bauhandwerk.

Fremdwörter bei Feinsteinzeug Fliese & Fliesenlegen

Mein Nachschlagewerk,
für Kunden & Handwerk

In meinem Beruf, stoße ich immer wieder auf Begriffe, die für uns Handwerker alltäglich sind. Für Kunden und Kollegen in der Ausbildung jedoch schwer verständlich bleiben.

Hier möchte ich ansetzen.

Mein Lexikon für Fliesenleger Fachbegriffe aus der schönen Welt der Fliesenverlegung soll Brücken bauen. Zwischen Fachsprache und Alltagssprache. Mit aufbereiteten Informationen zum Verlegen und zu Materialien. Mit viel Fachwissen zu Werkstoffen, Techniken und Abläufen.

Wer die richtigen Worte versteht, sieht nicht nur die dumpfe Oberfläche an Wänden oder Bodenfliesen. Dieses Handwerk ist ein leidenschaftliches Thema in meinem Leben mit einer unglaublichen Facette von tollen Möglichkeiten. In jeder Renovierung von uns stecken viel Erfahrung und Sorgfalt. In jeder einzelnen Arbeit!

Ich möchte dieses Wissen weitergeben und die Sprache des Fliesenleger-Handwerks für Sie aufbereiten. Sodass es für Kunden und Fachkollegen wertvoll ist.

Buchstabe

A

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Z

A

Abdeckfolien, Vliese, Pappen oder PP-Platten schützen Böden und Möbel bei Fliesenarbeiten vor Staub, Feuchte und Belastung. Wichtig sind Rutschhemmung, Brandschutz und Rückstands­freiheit.
Adhäsion ist die Haftkraft zwischen Kleber, Untergrund & Fliese. Mit der richtigen Vorbereitung, genormten Klebern und Verfahren wie Buttering‑Floating erreichen Sie hohe Klebkraft.
Ein Plus für Allergiker: glatte, dichte Fliesen, die kaum Allergenreservoire bieten und feucht leicht zu reinigen sind. Mit EC1/EC1PLUS-Produkten und kontrolliertem Raumklima sinkt das Risiko maximal.

B

Badewannen bestehen meist aus Acryl, Stahl-Emaille, Gusseisen oder Mineralguss. Für Fliesenleger entscheidend sind normgerechte Abdichtung nach DIN 18534 und der dichte Anschluss.

C

Calzit ist Hauptbestandteil von Marmor, Kalkstein und Travertin. Für Fliesenleger wichtig: säureempfindlich, Mohs-Härte 3, erfordert weiße Natursteinkleber, säurefreie Reiniger und Imprägnierung.

D

Delfter Fliesen sind handbemalte, zinnglasierte Steingut-Wandfliesen aus den Niederlanden. Typisch sind 13×13 cm-Formate, blau-weiße Dekore oder „Witjes“ mit feiner Fase.

E

Eckduschen sind platzsparende Duschlösungen in Raumecken. Für Fliesenleger wichtig sind Abdichtung nach DIN 18534, Gefälle, normgerechte Entwässerung und rutschhemmende Beläge.

F

Fayence sind zinnglasierte Steingutfliesen der Gruppe BIII mit hoher Wasseraufnahme. Sie eignen sich dekorativ für Innenwände, sind nicht frostfest und pflegeleicht zu reinigen.
Die Fleckbeständigkeit von Fliesen wird nach EN ISO 10545-14 geprüft und in Klassen 1–5 eingestuft. Glasierte Fliesen erreichen meist Klasse 4–5 und sind besonders pflegeleicht.

G

Gabbro ist ein dunkler Plutonit und Handelsstein oft als „schwarzer Granit“ vermarktet. Er ist druckfest, frostbeständig und pflegeleicht, korrekt nach DIN EN 12440 zu bezeichnen.

H

Hartstoffe wie Zirkon, Korund und Quarz machen Fliesen abriebfest und langlebig. Sie steigern Glasurhärte, Kratzfestigkeit und Beständigkeit in stark beanspruchten Bereichen.

I

J

Der Jollyschnitt ist ein 45°-Gehrungsschnitt an Fliesenkanten für elegante Außenecken ohne Profile. Er wirkt modern, erfordert Präzision, ist aber kantenempfindlicher als Profillösungen.

K

Kachel meint fachlich Ofenkeramik mit Wärmespeicherfunktion, Fliese bezeichnet normierte Wand- und Bodenbeläge nach DIN EN 14411. Im Alltag wird „Kachel“ oft synonym zu Fliese genutzt.
Kalibriert heißt bei Fliesen nach dem Brand präzise vermessen und nach tatsächlichen Arbeitsmaßen sortiert. So lassen sich gleichmäßige Fugen planen und umsetzen.
Keramische Versiegelung ist eine werkseitige Oberflächenvergütung für unglasierte Fliesen. Sie schließt Mikroporen, macht die Oberfläche fleckbeständig und erleichtert die Pflege.

L

Keramik- und Natursteinbeläge halten bei fachgerechter Ausführung oft über 50 Jahre. Abdichtungen im Bad ca. 20–30 Jahre, Silikonfugen nur 3–8 Jahre und benötigen regelmäßige Wartung.

M

Magerungsmittel sind mineralische Füllstoffe wie Quarz oder Schamotte. Sie verringern Schwinden in Keramik, stabilisieren Kleber- & Fugenschichten und sorgen für rissarme Fugen.
Magmatische Gesteine wie Granit, Basalt und Porphyr sind zentrale Materialien im Fliesenhandwerk. Sie sind robust, frostbeständig und wichtige Rohstofflieferanten für Keramikfliesen.
Majolika sind handbemalte, zinnglasierte Steingutfliesen der Gruppe BIII. Sie eignen sich als dekorative Innenwandbeläge, sind nicht frostfest und pflegeleicht mit neutralen Reinigern.

N

Ein Nassraum ist ein Innenraum mit Bodenablauf, z. B. bodengleiche Dusche oder Großküche. Abdichtung, Gefälle und Entwässerung richten sich nach DIN 18534 und EN 1253.

O

Oberflächenveredelungen bei Fliesen verbessern Optik und Funktion. Verfahren wie Glasur, Politur, Lappato oder Easy-to-Clean-Beschichtungen erleichtern Pflege und steigern Beständigkeit.

P

PEI

Der PEI-Wert kennzeichnet die Abriebfestigkeit glasierter Fliesen in Klassen 0 bis 5. Er erleichtert die Wahl passender Bodenbeläge je nach Beanspruch

Q

Quarzsand dient im Fliesenhandwerk als Abstreuung auf Harzgrundierungen, für Haftverbesserung, Rutschhemmung und als Füllstoff in Epoxidmörteln; meist feuergetrocknet, 0,4–0,8 mm.

R

Fliesen beeinflussen Raumwirkung stark: Format, Fugen, Farbe und Verlegerichtung lassen Räume größer, weiter oder kompakter erscheinen und gleichen Proportionen aus.
Exaktes Aufmaß ist die Basis fürs Fliesenlegen: Raumfläche, Umfang & Wandflächen berechnen, Verschnitt einplanen, Normen (DIN 18352/18534) beachten.
Restfeuchte ist die nach dem Erhärten verbleibende Feuchtigkeit in Estrich, Kleber oder Mörtel. Sie bestimmt die Belegreife und beeinflusst Haltbarkeit und Schadensrisiko.

S

Steingutfliesen sind glasiere Innenwandfliesen mit hoher Porosität und großer Dekorvielfalt. Sie sind leicht zu verarbeiten, pflegeleicht, aber nicht frostbeständig.

T

Temperaturbeständigkeit beschreibt, wie Fliesen, Kleber und Fugen Hitze, Kälte und Temperaturwechsel schadlos überstehen. Wichtig ist immer das Gesamtsystem.

U

Unglasierte Fliesen haben keine Glasurschicht, sind oft durchgefärbt, sehr verschleißfest und rutschhemmend. Sie eignen sich für stark beanspruchte Innen- und Außenbereiche.
Die Untergrundbehandlung schafft tragfähige, ebene und saubere Flächen für Fliesen. Sie umfasst Prüfung, Reinigung, Ausgleich, Grundierung, Abdichtung und Entkopplung.

V

Verdrängungsraum ist der Hohlraum unterhalb der Gehebene profilierter Fliesen. Er nimmt Fette und Schmutz auf, verhindert Schmierfilme und wird in Klassen V4–V10 eingeteilt.
Verfärbungen bei Naturstein entstehen durch Feuchte, mineralische Bestandteile, Ausblühungen, falsche Reiniger oder eingetragene Stoffe und sind oft nur schwer rückgängig zu machen.

W

Wandfliesen sind glasiertes Steingut für vertikale Flächen, leicht zu verarbeiten, pflegeleicht und in vielen Formaten und Designs für Bad, Küche und Objektbereich erhältlich.

X

Y

Z

Zement ist ein hydraulisches Bindemittel. Mit Wasser erhärtet er zu Zementstein und bildet Basis für Mörtel Beton und Estriche. Für tragfähige Untergründe und Fliesenkleber.
Fliesenleger Fachbegriffe Glossar und Lexikon - Thomas Bratzke Fliesenleger im Ruhrgebiet
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